psychische Erkrankungen Wahn

Kursid 025/2026

Zielgruppe
Aktive EAM KTS BB, ET B, KJT B, Vertraudich, TD, MuTeS, KJT P, TS P

Termine
Dienstag, 05.05.2026

Uhrzeit
18.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Ort
webbasiert

ReferentInnen
Frank-Uwe Maaß

Leitung
Sabine Marx
Matthias O Schneider

Dieser Kurs ist leider ausgebucht, melden Sie sich gerne in den Sekretariaten für die Warteliste.


Beschreibung
psychische Erkrankungen - Wahn
Vom Umgang mit Psychosen am Telefon


Anrufer:innen, die mit schweren psychischen/ psychotischen Symptomen bei der TS anrufen, befinden sich in einer Krisensituation, d. h., sie werden von starken Gefühlen überschwemmt. Die Stabilitätsmechanismen zur Erhaltung des Selbst sind teilweise außer Kraft gesetzt, die Trennung zwischen Außen- und Innenwelt ist teilweise aufgehoben.

Das zentrale Gefühl, der Motor des teilweise wahnhaften Erlebens, ist ANGST.
Sie verbirgt sich unter dem ver-rückten Erleben der Anrufer:innen.

Es fällt in solchen Gesprächen schwer, das innere Gleichgewicht zu halten, wir werden allzu schnell in die Schilderung einer uns fremden, ver-rückten Wahrnehmung (Wahn), den Strudel der Gefühle hineingezogen - in genau die innere Situation, in der sich die Anrufer:innen befinden.

All diese starken emotionalen Reaktionen spiegeln auf Seiten des Seelsorgers viel von der inneren Not und Unausgeglichenheit der Betroffenen wider.

Diese Spannung, den Schrecken, den Druck und die aufgewühlten Gefühle des:r Anrufer:in auszuhalten, ist sehr schwer. Und da es sich um eine schwere psychische Krise handelt, sind im Gespräch mit psychisch kranken Anrufer:innen Wissen um die innere Situation und die Dynamik von Übertragung und Gegenübertragung besonders wichtig.
Wichtig für uns Helfer, um selbst einen stabilen Halt und Anker zu haben, um dem:r Anrufer:in Halt und Stütze zu sein in seiner Kopflosigkeit.

Schwerpunkte
Mittels theoretischer Inputs, Fallbeispielen und Gruppengesprächen soll ein besserer Umgang mit diesen Anrufer:nnen erlernt und erfahren werden

Bemerkungen
Frank Maaß ist als Diplompsychologe, Trainer, Supervisor und Coach tätig. Er arbeitete 10 Jahre in einer Evangelischen Beratungsstelle als Therapeut für Einzelne, Paare und Gruppen. Seit 1990 war er selbst 10 Jahre ehrenamtlicher Mitarbeiter der Berliner KTS und als Mitarbeiter für Aus- und Weiterbildung tätig.

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