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"Ich war eigentlich nicht zum Austausch von Kochrezepten im Dienst" – Umgang mit Intensivanrufenden
Kursid 033/2026
Zielgruppe
Aktive EAM KTS BB, ET B, KJT B, Vertraudich, TD, MuTeS, KJT P, TS P
Termine
Samstag, 14.11.2026
Uhrzeit
10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Ort
FWZ der Diakonie,
Schönhauser Allee 141
10437 Berlin
Seminarräume
ReferentInnen
Cathy Clift
Dipl.-Psychologin, Dramatherapeutin
Leitung
Sabine Marx
Matthias O. Schneider
Dieser Kurs ist leider ausgebucht, melden Sie sich gerne in den Sekretariaten für die Warteliste.
Beschreibung
Kursbeschreibung der Referentin
Intensivanruferinnen und -anrufer – oft auch „ts-umgangssprachlich “ noch Daueranrufer genannt – begleiten uns in der TelefonSeelsorge seit vielen Jahren und stellen uns als Telefonseelsorgende immer wieder vor besondere Herausforderungen. Häufig steht dabei weniger ein konkretes Thema oder eine Sorge im Mittelpunkt, an dem wir uns gemeinsam orientieren könnten. Vielmehr wird die Beziehung zwischen den Anrufenden und dem/der TSler:in selbst zum eigentlichen Thema.
Vorgebrachte Inhalte wiederholen sich und werden in einem endlosen Redeschwall dargebracht, Anruferinnen und Anrufer drehen sich im Kreis, alle unsere Interventionsversuche sind "falsch", die gemeinsame Bearbeitung eines Themas gelingt oft kaum. Die Spannbreite dieser Gespräche reicht dabei vom scheinbar harmlosen Austausch von Kochrezepten bis hin zu massiven Beschimpfungen.
In diesem Workshop schauen wir uns diese Dynamiken genauer an. Im Mittelpunkt steht die Frage, was diese Gespräche bei uns auslösen. Denn oft ist gerade das, was dabei in uns getriggert wird, der entscheidende Punkt: Sind wir bereit, Kochrezepte auszutauschen? Finden wir es vielleicht sogar ganz angenehm, auf jemanden zu treffen, der mit uns Kochrezepte teilt, denn dann haben wir nicht die Frau am Telefon, die uns als unfähig beschimpft? Und wie können wir uns aber auch gegen Beschimpfungen, Belehrungen oder Grenzüberschreitungen abgrenzen? Wie verhindern, dass wir vergessen, wie wir richtig zuhören?
Was verunsichert uns?
Was hindert uns daran, in einen guten Kontakt zu kommen?
Und was steht uns im Weg, unsere Grenzen klar abzustecken – ohne dabei unsere Kompetenz als Telefonseelsorger in Frage zu stellen?
Inwiefern kann uns der Fokus auf die Gesprächsstruktur unterstützen, um auch mit dieser schwierigen Klientel befriedigende Gespräche zu führen und handlungsfähig zu bleiben? Und nicht zuletzt geht es auch um den Erhalt der eigenen Motivation, für den Dienst in der Telefonseelsorge und für unser Ehrenamt.
Schwerpunkte